Seit Jahren trage ich den Gedanken mit mir herum, einen Blog rund ums Wasser zu starten – um meine Erfahrungen zu teilen, neue Perspektiven einzubringen und das Schwimmenlernen für alle Altersgruppen ein Stück leichter zu machen.
Schwimmen zu lernen ist, meiner Meinung nach, weder einfach noch schnell. Natürlich ist das Wie wichtig – in wenigen Stunden kann man schon viel lernen. Aber egal, ob Kind oder Erwachsener: Wer die richtige Schwimmtechnik wirklich beherrschen möchte, braucht Zeit, Geduld und Energie.
Welches Alter ideal ist?
Schwer zu sagen. Ich erzähle euch einfach eine aktuelle Geschichte aus meiner Praxis: Ein kleiner Junge hat fünf Mal in einer Gruppe bei mir geschwommen, er war etwa vier Jahre alt und noch nicht wirklich bereit fürs Schwimmenlernen. Vor einer Woche haben seine Eltern mich kontaktiert. Jetzt, mit fünfeinhalb Jahren, haben wir in nur zwei Stunden enorme Fortschritte gemacht: Vom Sprung ins tiefe Wasser über die richtige Atmung bis zu Arm- und Beinbewegungen, Tauchen und Spielen – alles in einer unglaublich guten Stimmung, voller Zusammenarbeit und Freude.
Auch in meiner Freizeit denke ich oft über meine Arbeit nach.
Dann kommen mir viele Erkenntnisse: Manche Kinder sind besser für Gruppenkurse geeignet, andere profitieren mehr von Privatstunden. Das heißt nicht, dass es andersrum nicht geht, nur die Effektivität ist unterschiedlich. Manche Kinder sind schon mit 3,5 Jahren bereit zum Schwimmenlernen, andere erst mit fünf Jahren – und das ist völlig normal. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, und wir können diesen Prozess nicht erzwingen. Es gibt kein Wundermittel, und die wahren Wunder geschehen, wenn die Zeit reif ist.
Für mich bedeutet das: Als Eltern kann man jederzeit versuchen, das Kind zu unterstützen, aber am meisten lohnt es sich, wenn das Kind aufnahmebereit ist. Geduld, Empathie und Vertrauen sind immer entscheidend – in jeder Phase. Viele Erwachsene erzählen, dass sie als Kleinkinder ohne Schwimmkenntnisse ins tiefe Wasser geworfen wurden und selbst zurückschwimmen mussten. Ich bewerte diese blöde Methode lieber nicht, ich verurteile es zutiefst und halte mich fern davon.
In meiner Praxis haben sich kleine Schritte, unendliche Geduld, Motivation und Anerkennung immer bewährt. Nach diesen Werten unterrichte ich – und daran halte ich fest.💗
Bald komme ich mit neuen Themen – es wird um Kurse, Techniken, Hilfsmittel und alles gehen, was mit dem Schwimmen zu tun hat. 🏊🩱

Kommentare
Kommentar veröffentlichen